Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zum Menü springen

Brush Lettering lernen – meine Tipps für Anfänger

Zwergenstoffe - Nicole Chenaux Frey

Brush Lettering lernen – mit dem richtigen Stift geht's leichter!

Weisst Du, Brush Lettering war irgendwie nie so meins. Nicht, weil ich es nicht schön finde, nein, sondern vielmehr, weil ich immer dachte: «Ich kann das einfach nicht!»

Selbst nach mehreren Kursen und jahrelanger Übung fällt mir Brush Lettering noch immer schwer. Und trotzdem gebe ich nicht auf!

Jeder kann Brush Lettering lernen!

Mit der Zeit habe ich einiges dazugelernt. Mein Brush Lettering ist zwar noch immer nicht ganz so, wie ich mir das vorstelle, aber dafür habe ich in den letzten Jahren gewisse Schriftarten entwickelt, die genau zu mir passen.

Denn jeder – zumindest jeder, der wirklich will – kann Brush Lettering lernen. Auch als Anfänger! Der Trick ist simpel, auch wenn man es nicht unbedingt hören will: Üben, üben, üben!

Denn wie schon meine Omi stets sagte:

«Es isch no kein Meischter vom Himmel gheit!»

Brush Lettering mit Pentel Brush Sign Pens – verschiedene Schriftzüge
Brush Lettering Alphabet mit Pentel Brush Sign Pen

Drei Dinge, die Dir den Start ins Brush Lettering erleichtern

1. Lerne von Deinen Vorbildern

Du kennst bestimmt einige Lettering-Künstler, die Dich absolut inspirieren? Deren Schriftstil Du gerne können möchtest?

Dann mal deren Schriften nach! Schau Dir in ihren Videos an, wie sie die Hand führen. Wie sie die Buchstaben aufbauen und wann sie welchen Strich machen.

Du wirst sehen, dass Du nach und nach Deinen eigenen Schriftstil entwickelst. Denn genau darum geht es ja: Nicht darum, dass Deine Schrift am Ende genauso aussieht wie die eines anderen, sondern dass sie zu Dir passt.

2. Verwende den richtigen Brush Pen für Anfänger

Als ich die ersten Brush Pens in meinen Shop aufnahm, wollte ich natürlich sofort loslegen. Und sehr schnell war ich enttäuscht, dass es mit dem Lettern nicht so klappte, wie ich mir das vorgestellt hatte.

Ich begann nämlich mit einem Tombow Brush Pen.

Nichts gegen die Tombows, nein, gar nicht! Sie gehören nach wie vor zu meinen liebsten Stiften. Damit gestalte ich zum Beispiel die meisten meiner Hintergründe.

Aber fürs Brush Lettering – zumindest für den Anfang – waren sie einfach zu gross.

Das gilt auch für viele andere Brush Pens. Karin Marker, Pentel Color Brush oder Ecoline Brush Pens – ich liebe diese Stifte, aber für den Einstieg fand ich sie ziemlich schwierig.

Ihre Pinselspitzen sind sehr flexibel und teilweise richtig gross. Und es ist ja schon schwer genug, überhaupt zu lernen, wie man einen dünnen und wie einen dicken, regelmässigen Strich damit macht.

Dazu kommt, dass wir uns von unserer normalen Handschrift gar nicht gewohnt sind, so gross zu schreiben.

Schau Dir dieses Lettering an. Ich habe es mit dem Pentel Color Brush und dem Dual Metallic Brush Pen auf einem 30 × 40 cm grossen Papier gelettert. Ich fand das uhh schwer! Und so richtig gefallen tut es mir auch nicht ...

Handgeletterter Schriftzug Leben mit Brush Pens
Mein Lettering mit grossen Brush Pens – gar nicht so einfach!

Warum ich den Pentel Brush Sign Pen für Anfänger empfehle

Wenn Du Brush Lettering lernen möchtest, empfehle ich Dir für den Anfang den Pentel Brush Sign Pen.

Er hat nämlich so einige Vorteile, die man nicht ausser Acht lassen sollte:

  • Er liegt super in der Hand: Fast wie ein gewöhnlicher Stift, ein Chugi (Kugelschreiber) oder Fülli (Füllfederhalter). Er ist nicht so gross, lang oder dick und dazu sehr leicht. So wird Dein Arm beim Üben nicht gleich müde.
  • Die Pinselspitze lässt sich gut kontrollieren: Sie ist flexibel, aber nicht zu flexibel, und hat genau die richtige Grösse für den einfachen Start. Dünne Aufwärtsstriche und dicke Abwärtsstriche lassen sich damit viel leichter üben.
  • Es gibt wunderschöne Farben: Die Brush Sign Pens sind in vielen verschiedenen Farben erhältlich, einzeln oder als Set. Du kannst also gleich mit Deiner Lieblingsfarbe starten. Und das macht natürlich noch viel mehr Freude!

Gerade die kleinere Pinselspitze macht für mich einen riesigen Unterschied. Ich muss nicht gleich riesige Buchstaben schreiben und kann mich viel besser auf die einzelnen Bewegungen konzentrieren.

Wie entstehen dünne und dicke Striche beim Brush Lettering?

Das Grundprinzip ist eigentlich ganz einfach: Bewegst Du den Stift nach oben, übst Du möglichst wenig Druck aus. So entsteht ein dünner Strich. Bewegst Du ihn nach unten, gibst Du mehr Druck auf die flexible Pinselspitze. Dadurch wird der Strich dicker.

Klingt einfach, oder? Ist es theoretisch auch. Aber bis die Hand das ganz automatisch macht, braucht es eben ein bisschen Übung.

3. Üben, üben, üben – auch zwischendurch!

So, dann los! Ran ans Üben!

Denn was meine Omi immer als Nächstes sagte:

«Übung macht den Meister!»

Ach ja, die coolen Sprüche meiner Omi liegen mir noch immer im Ohr. Jeden Tag!

Nein, wirklich, es ist wahr. Wie bei jeder Tätigkeit muss das Gehirn zuerst lernen, welche Bewegung und welcher Druck zum gewünschten Lettering-Ergebnis führen.

Würde unser Gehirn nicht lernen wollen, könnten wir weder gehen noch sprechen. Das solltest Du Dir hinter die Ohren schreiben: Dein Gehirn kann diese Bewegungsabläufe lernen!

Ich übe immer wieder zwischendurch. Nicht täglich, denn ich habe ja auch noch anderes zu tun. Aber ab und zu nehme ich meine Brush Sign Pens und fülle damit einfach ein paar Blätter.

Ich schreibe meinen Einkaufszettel in Brush-Schrift. Kritzle während dem Telefonieren damit herum. Oder probiere einfach einzelne Buchstaben und Wörter aus.

Und ich merke jeweils ziemlich rasch, dass diese Übungen auch eine Art Aufwärmen sind. Nach einer halben Stunde fallen mir die Striche und Bögen schon viel leichter.

Stolpere ich auf Social Media über einen Schriftzug, der mir gefällt, versuche ich ihn nachzumachen. Bei Lettering-Künstlern, die Videos posten, kannst Du wunderbar die ganze Abfolge anschauen.

Wann kommt welcher Strich? Welcher kommt zuerst? Und wie wird die Pinselspitze geführt?

Probier es aus!

Brush Lettering üben mit verschiedenen Farben

Dieses Bild habe ich letzten Sommer auf unserem Balkon gemacht. Ich habe einfach einen Brush Sign Pen nach dem anderen in die Hand genommen und dessen Farbe auf das Papier gelettert.

Darin findest Du vielleicht auch Buchstaben oder Wörter, die Du nachlettern möchtest. Oder das Bild verhilft Dir zu Deiner neuen Lieblingsfarbe.

Pentel Brush Sign Pens zum Brush Lettering lernen
Pentel Brush Sign Pens für Deine ersten Lettering-Versuche.

Und weisst Du was? Genau solche kleinen Übungen machen mir inzwischen richtig Spass. Ohne den Anspruch, dass jeder Buchstabe perfekt aussehen muss.

Vielleicht ist das ja auch für Dich der beste Weg, mit Brush Lettering anzufangen.

Mein Fazit: Brush Lettering lernen braucht Geduld, aber es lohnt sich!

Du musst nicht von Anfang an wunderschöne Schriftzüge aufs Papier zaubern. Und Du brauchst auch nicht gleich eine riesige Sammlung an Brush Pens.

Ein guter Stift, etwas Papier und die Freude am Ausprobieren reichen völlig aus.

Für mich ist der Pentel Brush Sign Pen nach wie vor einer der angenehmsten Stifte, um Brush Lettering zu üben. Und auch wenn meine Schrift nicht immer so aussieht, wie ich es gerne hätte, macht mir das Lettern inzwischen richtig Freude.

Also, lass Dich nicht entmutigen, wenn es am Anfang nicht gleich klappt. Meine Omi hätte bestimmt gewusst, was sie dazu sagen soll!

Hier findest Du die tollen Pentel Brush Sign Pens in meinem Shop. Viel Freude beim Farben aussuchen und noch viel mehr Freude beim Lettern!

Herzlichst
Nicci